Aber zunächst zur Sprache: LOHAS wird auch
gern und seltsamerweise als Plural aufgefasst. Zitat aus dem SPIEGEL-Artikel: „Lohas
kaufen nur solche Produkte, die ….“. Das Wort wird behandelt als Plural eines
Wortes, das LOHA heißen müsste. Ein Loha, zwei Lohas. Richtiger müsste man wohl
von LOHAS-Verfechtern oder -Anhängern sprechen. Vielleicht ginge auch LOHASianer
oder LOHASiten. Das müsste man vielleicht noch mal klären.
LOHAS wurde von Anfang an als ein soziales Phänomen beschrieben: es ging um die Beobachtung einer sozialen Schicht eher gut ausgebilderter und begüterter Menschen, die zum nachhaltigen Konsum neigen. Von daher konnte gar nicht erwartet werden, dass von ihnen die ökologische Erneuerung der Gesellschaft ausgehen würde: LOHAS kann nicht zum Mainstream werden. Immerhin aber können sie eine Richtung aufzeigen, in die es gehen kann. Nicht auszuschließen wäre auch, dass sie Impulse geben für neue oder anders produzierte Produkte, die auch für Menschen mit geringem Einkommen interessant und erschwinglich sind.
So können immerhin Trends gesetzt werden: in den Kaufhäusern werden Textilien aus Öko-Baumwolle angeboten, fairer Kaffee und Tee kommen in Hotels und Tagungshäusern in die Kanne, Grüner Strom wird eingekauft, seit Jahren steigt die Nachfrage nach Lebensmitteln aus ökologischem Landbau, der aus deutscher Produktion nicht mehr befriedigt werden kann. Das immerhin schafft Stimmungen, die der Politik erlauben mutiger zu werden: die klassische Glühbirne wird verboten, die energetischen Standards für Renovierungen und Neubau von Gebäuden werden hochgesetzt, die durchschnittlichen Emissionen der Flotten der Automobilkonzerne werden beschränkt. Dafür sind vorauslaufende gesellschaftliche Änderungen von Werthaltungen notwendig, die der Politik den Mut und zuweilen den Druck geben, Strukturen für nachhaltiges Wirtschaften zu setzen.
Man kann sicher am Wert des einen oder andern zweifeln, was man unter der Überschrift LOHAS beobachtet. Immerhin fangen eine Reihe Menschen an, nicht mehr unkritisch jedes Produkt zu kaufen, das man Ihnen in das Supermarkt-Regal legt. Der SPIEGEL vermutet hier „mehr Selbstverwöhnung als Weltverbesserung“. Ja und? Zum einen muss sich beides nicht ausschließen. Zum anderen kann man nur dankbar sein für jeden, der auf einen anderen Geschmack kommt.
LOHAS wurde von Anfang an als ein soziales Phänomen beschrieben: es ging um die Beobachtung einer sozialen Schicht eher gut ausgebilderter und begüterter Menschen, die zum nachhaltigen Konsum neigen. Von daher konnte gar nicht erwartet werden, dass von ihnen die ökologische Erneuerung der Gesellschaft ausgehen würde: LOHAS kann nicht zum Mainstream werden. Immerhin aber können sie eine Richtung aufzeigen, in die es gehen kann. Nicht auszuschließen wäre auch, dass sie Impulse geben für neue oder anders produzierte Produkte, die auch für Menschen mit geringem Einkommen interessant und erschwinglich sind.
So können immerhin Trends gesetzt werden: in den Kaufhäusern werden Textilien aus Öko-Baumwolle angeboten, fairer Kaffee und Tee kommen in Hotels und Tagungshäusern in die Kanne, Grüner Strom wird eingekauft, seit Jahren steigt die Nachfrage nach Lebensmitteln aus ökologischem Landbau, der aus deutscher Produktion nicht mehr befriedigt werden kann. Das immerhin schafft Stimmungen, die der Politik erlauben mutiger zu werden: die klassische Glühbirne wird verboten, die energetischen Standards für Renovierungen und Neubau von Gebäuden werden hochgesetzt, die durchschnittlichen Emissionen der Flotten der Automobilkonzerne werden beschränkt. Dafür sind vorauslaufende gesellschaftliche Änderungen von Werthaltungen notwendig, die der Politik den Mut und zuweilen den Druck geben, Strukturen für nachhaltiges Wirtschaften zu setzen.
Man kann sicher am Wert des einen oder andern zweifeln, was man unter der Überschrift LOHAS beobachtet. Immerhin fangen eine Reihe Menschen an, nicht mehr unkritisch jedes Produkt zu kaufen, das man Ihnen in das Supermarkt-Regal legt. Der SPIEGEL vermutet hier „mehr Selbstverwöhnung als Weltverbesserung“. Ja und? Zum einen muss sich beides nicht ausschließen. Zum anderen kann man nur dankbar sein für jeden, der auf einen anderen Geschmack kommt.